Zum Abschied von Käthi Wirth

2002 hast du dich an der Katechetischen Arbeitsstelle Zürich beworben und einen Traum formuliert: «Katechetinnen ausbilden, mit Erwachsenen arbeiten und dich für einen lebendigen Religionsunterricht einsetzen». 17 Jahre lang hat dich dieser Traum motiviert, dich voll und ganz in Lehr- und Lernprozesse einzubringen und mit ganzem Herzen für die Auszubildenden da zu sein. Pädagogik und Didaktik waren als ehemalige Primarlehrerin deine Stärken. Auch die Rahmen-bedingungen, selbstständiges Arbeiten mit viel Eigeninitiative und vielfältige Tätigkeitsbereiche, förderten die Umsetzung deines Traumes.

Gestartet bist du mit der Leitung des Kurses Mittelstufe. Schon bald erkanntest du den Bedarf an guten Arbeitsmaterialien für den Unterricht und schufst Produkte wie Heldenpass, Lektionsreihen und den Sakramenten Koffer, die von den Auszubildenden wegen ihrer Praxisnähe, pädagogischen Klarheit und spielerischen Visualisierung sehr geschätzt wurden.

2008 erweiterte sich deine Aufgabe durch den Bereich «Beraten und Begleiten». Diesen Bereich hast du neu entwickelt, mit dem Ziel, Katechetisch Tätige nicht nur im Praktikum sondern darüber hinaus, in Berufseinführung und Beruf nachhaltig zu begleiten und ihre Qualität zu sichern. 2013 wurde die Berufseinführung offiziell etabliert, ein schöner Erfolg.

Eine grosse Herausforderung war 2010 die Umstellung der bisherigen Ausbildung auf die modulare Ausbildung Katechese nach ForModula. Ein Kraftakt, weil du die neuen Module M02, M08 und M18, neben des bestehenden Grundkurses Mittelstufe durchführen musstest. Daneben hast du dich in der «Kommission Lohn» engagiert und dich dafür eingesetzt, dass der Lohn für Katechet-innen erhöht wurde.

Die Vernetzung mit Caritas im Modul 29 und in den Weiterbildungen war dir wichtig wegen des diakonischen Aspekts in der Katechese, die Vernetzung mit dem Volksschulamt in der Kommission für das neue Lehrmittel «Religion und Kultur» war dir wichtig, um die Bedeutung von Religion in der Schule wach zu halten.

Deine sorgfältige Arbeitsweise, kombiniert mit fundiertem Fachwissen führte zu nachhaltigen Ergebnissen. Das Kombimodul M06/M08, welches du mit Gertrud entwickelt hast, ist Basis des Primarstufenmoduls, das nun in den Baukasten ForModula integriert ist. Gerne erinnere ich mich an unsere Zusammenarbeit in Beraten und Begleiten und in der Interkulturellen Katechese, die kreative und ansprechende Produkte hervorgebrachte und die Fachstelle einladend präsentierte.

Dein freundlicher und empathischer Umgang mit den Auszubildenen, dein feiner Humor und deine Bereitschaft, individuell und nachhaltig zu fördern, machten dich zu einer sehr geschätzten Ausbildnerin. Vor allem in der Coronapandemie hast du dafür gesorgt, dass die Modulgruppen am Ball blieben. «Die Modulleitung ist unglaublich kompetent, hilfsbereit, engagiert, feinfühlig, geduldig, eine wunderbare Person mit viel Fachwissen», so das Resümee der letzten Evaluation in M02.

Uta-Maria Köninger, im Januar 2021