Impulstagung „Best Practice“ – Pfarreien auf Erfolgskurs tauschen sich aus

Impustagung "Best Practice" | © Barbara Bartl

Als stimmiger Abschluss eines Unterrichtsjahres fand am 08.Juli an der Fachstelle für Religionspädagogik in Zürich die Impulstagung „Best Practice“ statt. 43 Teilnehmende aus der ganzen Deutschschweiz widmeten sich in 6 Ateliers, gemeinsamen mit Expertinnen und Experten aus Pfarreien, Projekten mit gelungenem Praxisbezug.

Fachwissen von Pfarreien für Pfarreien

„Best Practice“ – was ist das nochmal

Der Begriff stammt ursprünglich aus der Betriebswirtschaftslehre und heisst so viel wie „Erfolgsrezept „ oder „Erfolgsmodell“. Heute wird im Zusammenhang mit dem Begriff „Best Practice“ von bestmöglichen, mustergültigen Methoden gesprochen. In der Wirtschaft sind Unternehmen, die „Best Practice“ praktizieren und entwickeln, sogenannten „Musterbetriebe“. Für die Pfarreiarbeit bedeutete das analog dazu: Wer „Best Practice“ für seine Arbeit im kirchlichen Bereich bereits erschlossen hat, der ist eine „Muster-Pfarreien“

„Best Practice“ – Pfarreiarbeit, die funktioniert anschaulich erleben

In 6 Ateliers hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Methoden und Projekte mit dem Prädikat „Best Practice“ kennenzulernen und im gemeinsamen Austausch auf ihre allgemeine Praxistauglichkeit zu prüfen. Dabei ging es nicht darum vereinheitlichte Standards für die Pfarreiarbeit zu schaffen. Ziel war es, das kollegiale Teilen- und Anteilhaben an Bewährtem aus der Praxis zu fördern und zu kultivieren. Dem entsprechend lebendig waren die Gespräche und Diskussionen. Viele von uns haben es schon erlebt, dass ihnen beim Entwickeln von Projekten in der Pfarrei der Praxisbezug auf ganz besondere Weise gelungen ist. Diese Momente sind Sternstunden unserer Arbeit, weil wir solche gelungenen Projekte und Unterrichtsmodelle einfach, praktisch und erfolgreich einsetzen können. Doch meistens bleiben diese Schätze im Verborgenen. Dass das schade ist, war die einhellige Meinung im Team der FaRP. Solche Schätze aus der Praxis verdienen Wertschätzung und müssen gehoben werden, denn sie sind Beispiel gebend für alle. Als Reaktion darauf, hat die Fachstelle für Religionspädagogik mit der Impulstagung „Best Practice“ diese Schätze für Pfarreien urbar gemacht. Eine Team von 16 Expertinnen und Experten aus 12 Pfarreien im Kanton Zürich stellten einen Morgen lang, unter der Leitung des Teams der Fachstelle für Religionspädagogik, Erfolgsmodelle aus der Praxis vor.

„Best Practice“ – Vielfalt in kreativen Ateliers geben bestmöglich Raum

Die Pfarreiarbeit steht vieler Orts vor der Herausforderung einen breiten Bogen zu spannen, das spiegelte sich auch in den Ateliers wieder. Das Atelier HGU Zyklus 1 „Zündende Ideen entfachen das Feuer“ befasste sich mit spielerischem Entdecken und kreativem Lernen für die Kleinsten. Im Atelier Zyklus 2 „Hey, das kann ich auch“ berichteten Expertinnen auch der Katechese über ihre Unterrichtserfahrungen. Die Experten im Atelier Zyklus 3 „Sagt mir was Altes, – aber ganz neu muss es sein!“ stellten ihre Konzepte für Religionsunterricht in der Sekundarstufe vor, der Jugendlichen Inhalte spannend und lebensnahe vermittelt.

„Best Practice“ – auf besondere Bedürfnisse eingehen

Pfarreien sind dynamische Gemeinschaften, die Menschen in unterschiedlichen Lebenszyklen aus verschiedenen Kulturen Heimat geben. Das Atelier „Interkulturelle Begegnung zwischen Pfarrei und Missionen“ gab praktische Tipps und wertvolle Informationen für eine gelingende Integration auf Augenhöhe. Die Chancen für eine Kirche als Ort, an dem Jung und Alt sich begegnen, sich entdecken, voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern war Schwerpunkt im Atelier 1: „Generationen lernen im Miteinander voneinander“ Beide Ateliers kamen zum Ergebnis, das die Arbeit mit Freiwilligen hier besonders erfolgreich sein kann.

„Best Practice“ – LeRUKa stellt sich dem Test

Spannend waren die ersten praktischen Erfahrungen mit dem neuen Lehrplan LeRUKa, die im Atelier „Wir sind schon unterwegs mit LeRUKa“ vorgestellt wurden. Hier wurden neue Weg – weg von klassischen Religionsunterricht aufgezeigt. Fazit: Es braucht Flexibilität und Konsequenz im Team der Pfarrei.

„Best Practice“ – macht Mut gemeinsam neue Wege zu gehen

Was nehmen wir mit von der Impulstagung „Best Practice“?

Als Fachstelle, die Motivation auch in Zukunft als Multiplikator und Schnittstelle zwischen den Pfarreien „Best Practice“ zu fördern und die Freude über so viel Kreativität in der Religionspädagogik.

Als Teilnehmende, Anregungen und Ideen für eine praxisnahe und gelingende Pfarreiarbeit, sowie neue Netzwerke für einen Pfarrei übergreifenden Austausch zum Thema „Best Practice“

Als Expertinnen und Experten, viel Interesse und Feedback für ihre Arbeit und unseren herzlichen Dank, für die Einblicke, die sie uns gewährt haben.

Barbara Bartl
Leitung Weiterbildung
Fachstelle für Religionspädagogik Zürich
barbara.bartl@zhkath.ch