„Immer sind es die Menschen …“

Dieses Jahr ist Weihnachten eine besondere Herausforderung. Corona verändert uns und unsere Gewohnheiten. Es braucht Mut, Fantasie und Flexibilität, um Weihnachten einmal anders zu feiern. Wie können wir Weihnachten feiern auch ohne Gottesdienste und Krippenspiel in der Kirche? Was können wir in der Familie, im Freundeskreis machen? Welche Bräuche und Traditionen können wir verändern?

Dieses Abstand-Halten zwingt uns, neue Möglichkeiten zu suchen, wie wir uns verbunden fühlen können. Verbunden sein in dem wir aufmerksam leben: Spüren, fühlen, sehen, erkennen, was gerade um uns herum passiert. Wie geht es den Menschen neben uns? Braucht jemand unsere Zuwendung, unsere Ermutigung, unsere Unterstützung? Was tut uns selbst gut? Wofür sind wir dankbar trotz allem? Was ist wirklich wichtig in unserem Leben?

Weihnachten macht uns bewusst, dass die Welt nicht nur in der Hand des Virus ist oder in der Hand der Politiker und Virologen, sondern in der Hand Gottes. Auch wenn vieles unsicher und zerbrechlich ist, haben wir in Gott einen Grund, der nicht zerstört werden kann. Weihnachten ermutigt uns, uns in die Gegenwart Gottes zu stellen und ihn durch uns wirken zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, anderen zu zeigen, dass trotzdem Licht ist. Oder mit den Worten von Rose Ausländer:

«Immer sind es die Menschen,
du weisst es, ihr Herz ist ein kleiner Stern,
der die Erde beleuchtet».